Auf dieser Seite fassen wir für Sie regelmäßig interessante Publikationen, Artikel und Meinungen, gesammelt aus der medizinischen Medienwelt, rund um die Themen Gesundheit, Medizinforschung, Labordiagnostik und Therapie zusammen.

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Komplementäre und alternative Krebstherapie (KAM)

Komplementäre und alternative Krebstherapie (KAM)
Heft 12 der Deutschen Medizinischen Wochenschrift (2017) widmet sich
schwerpunktmäßig diesem Thema. In den durchweg von Schulmedizinern verfassten
Artikeln finden sich zunächst umfangreiche lexikalische Angaben zur KAM (Ernst, A.
et al.: DMW 2017:142:873 -881), darunter eine Auflistung möglicher
Recherchequellen. Weitere Beiträge befassen sich mit der Bewertung von KAM, mit
Ernährung sowie Vitaminen und Spurenelementen.
Nicht alle fettgedruckten Leitsätze dürften sich mit der Erfahrung
komplementärmedizinisch tätiger Kollegen decken. Dennoch sind alle Beiträge
lesenswert und der Meinung von Eustachi et al. ( DMW 2017;142:882– 888) wird sich
jeder anschließen können: „Obwohl nur für wenige komplementärmedizinische
Produkte oder Verfahren eine ausreichende Evidenzbasis vorliegt, entspricht es nicht
mehr dem aktuellen Forschungs- und Wissensstand, diese Methoden pauschal als
unwissenschaftlich, potenziell gefährlich oder kontraproduktiv zu bezeichnen

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NSAID verbessern Prognose nach Darmkrebsbehandlung bei KRAS-Wildtyp

NSAID verbessern Prognose nach Darmkrebsbehandlung bei KRAS-Wildtyp
Acetylsalicylsäure (ASS) und andere nichtsteroidale Antirheumatika (NSAID) sind in der Vergangenheit nicht nur mit einem verminderten Erkrankungsrisiko am Darmkrebs in Verbindung gebracht worden. Es gibt auch Hinweise, dass die Inhibitoren der Cyclooxygenase auch nach einer Darmkrebserkrankung die Prognose der Patienten verbessern können. Patienten, die nach der Diagnose einer Darmkrebserkrankung eine Behand­lung mit einem nicht-steroidalen Antirheumatikum begannen, hatten in einer Kohortenstudie signifikant bessere Überlebenschancen. Dies betraf allerdings nur Patienten, deren Tumor den Wildtyp des Onkogens KRAS exprimierte. Insgesamt erfasste die Studie 2419 Patienten über eine Beobachtungszeit von fast 11 Jahren, die NSAID-Gruppe hatte ein um 25% vermindertes Gesamtsterberisiko sowie ein um 56% vermindertes Risiko an Darmkrebs zu sterben. Patienten, die erst nach der Darmkrebsdiagnose mit der NSAID-Einnahme begannen, hatten sogar ein 36% vermindertes Gesamtsterberiskio, die darmkrebsspezifische Mortalität war um 60% vermindert.

Journal of Clinical Oncology   2017; doi: 10.1200/JCO.2017.72.3569