Auf dieser Seite fassen wir für Sie regelmäßig interessante Publikationen, Artikel und Meinungen, gesammelt aus der medizinischen Medienwelt, rund um die Themen Gesundheit, Medizinforschung, Labordiagnostik und Therapie zusammen.

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Klinische und immunologische Adaptationseffekte (Hyposensibilisierung) an Erdnusskonsum durch Probiotika

Klinische und immunologische Adaptationseffekte (Hyposensibilisierung)
an Erdnusskonsum durch Probiotika – eine doppelt verblindete,
randomisierte 4 Jahre Follow up – Studie
18 Monate lang therapierten die Forscher ihre Versuchsteilnehmer mit einer Mischung aus Milchsäurebakterien und Erdnussproteinen, um den Körper an das Allergen zu gewöhnen. Das Experiment glückte, viele der Kinder konnten anschließend ohne Probleme Erdnüsse verzehren. Mittlerweile sind vier Jahre vergangen – und der Effekt hält bei einem Großteil der Kinder an, wie die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift “Lancet Child and Adolescent Health” berichten.
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NSAID verbessern Prognose nach Darmkrebsbehandlung bei KRAS-Wildtyp

NSAID verbessern Prognose nach Darmkrebsbehandlung bei KRAS-Wildtyp
Acetylsalicylsäure (ASS) und andere nichtsteroidale Antirheumatika (NSAID) sind in der Vergangenheit nicht nur mit einem verminderten Erkrankungsrisiko am Darmkrebs in Verbindung gebracht worden. Es gibt auch Hinweise, dass die Inhibitoren der Cyclooxygenase auch nach einer Darmkrebserkrankung die Prognose der Patienten verbessern können. Patienten, die nach der Diagnose einer Darmkrebserkrankung eine Behand­lung mit einem nicht-steroidalen Antirheumatikum begannen, hatten in einer Kohortenstudie signifikant bessere Überlebenschancen. Dies betraf allerdings nur Patienten, deren Tumor den Wildtyp des Onkogens KRAS exprimierte. Insgesamt erfasste die Studie 2419 Patienten über eine Beobachtungszeit von fast 11 Jahren, die NSAID-Gruppe hatte ein um 25% vermindertes Gesamtsterberisiko sowie ein um 56% vermindertes Risiko an Darmkrebs zu sterben. Patienten, die erst nach der Darmkrebsdiagnose mit der NSAID-Einnahme begannen, hatten sogar ein 36% vermindertes Gesamtsterberiskio, die darmkrebsspezifische Mortalität war um 60% vermindert.

Journal of Clinical Oncology   2017; doi: 10.1200/JCO.2017.72.3569

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Kaffee: Aktuelle Studie stützt positive Effekte für die Gesundheit

Wissenschaftler haben Daten aus der sogenannten EPIC-Studie, die den
Zusammenhang zwischen Ernährung und der Entstehung von Krebs über viele Jahre
untersucht, in Bezug auf Kaffeekonsum ausgewertet. An der Studie nehmen mehr als
eine halbe Million Menschen aus zehn europäischen Ländern teil. 16 Jahre nach der
ersten Befragung der Probanden waren fast 42.000 von ihnen gestorben. Wie die
Autoren im Fachjournal “Annals of Internal Medicine” berichten,lag die
Wahrscheinlichkeit, dass Männer mit sehr hohem Kaffeekonsum innerhalb des
Beobachtungszeitraumes von etwa 16,4 Jahren sterben, um zwölf Prozent niedriger
a l s bei Nicht-Kaffeetrinkern. Bei Frauen lag der Unterschied bei sieben Prozent.
Insbesondere bei Erkrankungen des Kreislaufsystems und des Verdauungstraktes
unterschied sich das Sterberisiko deutlich. Verschiedene andere Faktoren wie etwa
Ernährung und Rauchen, die das Sterberisiko beeinflussen, hatten die Forscher
herausgerechnet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass moderater Kaffeegenuss
von etwa drei Tassen am Tag nicht schädlich für die Gesundheit sei, sondern dass
Kaffee sogar gesundheitliche Vorteile haben könnte.

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Komplementäre und alternative Krebstherapie (KAM)

Komplementäre und alternative Krebstherapie (KAM)
Heft 12 der Deutschen Medizinischen Wochenschrift (2017) widmet sich
schwerpunktmäßig diesem Thema. In den durchweg von Schulmedizinern verfassten
Artikeln finden sich zunächst umfangreiche lexikalische Angaben zur KAM (Ernst, A.
et al.: DMW 2017:142:873 -881), darunter eine Auflistung möglicher
Recherchequellen. Weitere Beiträge befassen sich mit der Bewertung von KAM, mit Ernährung sowie Vitaminen und Spurenelementen. Nicht alle fettgedruckten Leitsätze dürften sich mit der Erfahrung komplementärmedizinisch tätiger Kollegen decken. Dennoch sind alle Beiträge lesenswert und der Meinung von Eustachi et al. ( DMW 2017;142:882– 888) wird sich jeder anschließen können: „Obwohl nur für wenige komplementärmedizinische
Produkte oder Verfahren eine ausreichende Evidenzbasis vorliegt, entspricht es nicht
mehr dem aktuellen Forschungs- und Wissensstand, diese Methoden pauschal als
unwissenschaftlich, potenziell gefährlich oder kontraproduktiv zu bezeichnen