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SARS-CoV-2 Laborinfo aktualisiert

Wir haben unsere Corona Laborinformationen auf den aktuellen Stand gebracht. Insbesondere haben wir dabei das Thema Impfen und neutralisierende IgG Antikörper berücksichtigt. Darüber hinaus können Sie über uns ein neues Laborprofil anfordern, um Risikopatienten für eine SARS-CoV-2 Infektion zu erkennen.
 
Corona-Laborinformation

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Neues Profil Corona Risk - Risikopatienten erkennen

Etliche Risikofaktoren für einen schweren Verlauf einer SARS-CoV-2 Infektion sind bekannt. Dazu gehören Leber- und Nierenerkrankungen, kardiovaskuläre Erkrankungen, Herzinsuffizienz, Diabetes, Lungenerkrankungen, Immundefizite sowie niedrige Vitamin D-Spiegel. In dem neuen Profil sind dementsprechend Labormarker für diese bekannten Risikofaktoren zusammengestellt, im Einzelnen sind dies:

  • Herzinsuffizienz: NT-ProBNP
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen: Lp-PLA2, HDL, LDL, Triglyceride, Cholesterin, CRPs
  • Nierenerkrankungen: Kreatinin, Cystatin C
  • Lebererkrankungen: GOT, GPT, Cholinesterase
  • Diabetes: HbA1c
  • Asthmatische Erkrankungen: ECP, Blutbild
  • Humorale Immundefekte: Immunglobuline

Zusätzlich wird die Immunitätslage (IgG) gegenüber saisonalen Coronaviren und SARS-CoV-2 ausgewiesen, so dass eine bereits ausgebildete Immunität gegenüber SARS-CoV-2 erkannt wird. Sind Antikörper gegen saisonale Coronaviren vorhanden, kann dies im Sinne einer günstigeren immunologischen Ausgangslage bei Infektion mit dem neuartigen Coronavirus interpretiert werden.

Sie möchten das neue Profil anfordern? Bitte das Stichwort “Corona Risk-Profil” im Feld zusätzliche Untersuchungen auf den Bogen schreiben.

Benötigtes Probenmaterial: 3 Serum, 1 EDTA

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IgG Impftitertest erfasst neutralisierende Antikörper, auch von neuen Mutationen

Schon seit Anfang Februar führen wir als eines der ersten Laboratorien in Deutschland einen spezifischen IgG-Test zur quantitativen Bestimmung von neutralisierenden IgG-Antikörpern gegen SARS-CoV-2 durch. Dieser Test erfasst gezielt neutralisierende (schützende) Antikörper und eignet sich nicht nur zum Nachweis des Impferfolges (Impftiterkontrolle), sondern auch zur Überprüfung der humoralen Immunität nach überstandener Infektion. So lässt sich feststellen, ob genügend Schutz vor zukünftigen Infektionen besteht.
Es konnte bestätigt werden, dass das in diesem Assay verwendete trimere SARS-CoV-2 Spike-Protein auch Antikörper gegen alle bekannten neuen SARS-CoV-2 Varianten nachweisen kann.

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SARS-CoV-2 IgG-Impftiter: Neue Einheit nach WHO Standardisierung

Die WHO hat vor kurzem eine einheitliche Einheit für die Quantifizierung von IgG Impftitern bei Corona-Geimpften definiert, den „First WHO International Standard“. Wir greifen diese Empfehlung auf und geben auf den Befunden den IgG-Impftiter nun in BAU/ml an (BAU= Binding Antibody Units). Der Referenzbereich wurde entsprechend angepasst.

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Spike ITT: Kontrolle der zellulären Immunantwort

Seit längerem besteht mit dem ITT Corona die Möglichkeit, die T-Zelluläre Immunantwort gegenüber saisonalen Coronaviren und dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 im Labor zu überprüfen, wobei mehrere Antigene von SARS-CoV-2 (Nukleocapsid und Spike) eingesetzt werden. Der neue, reduzierte ITT Spike ermöglicht den Nachweis und die Differenzierung spezifischer T-Zellen ausschließlich gegenüber dem SARS-CoV-2 Spike Protein, welches nach der Impfung im Körper gebildet wird und dadurch die Immunantwort gegen SARS-CoV-2 hervorruft. Der Test ist speziell dafür gedacht, nach einer Impfung zusätzlich zur Antikörper-Impftiterkontrolle auch die zelluläre Immunantwort, die durch die Impfung induziert wurde, zu überprüfen. Die T-Zell-Antwort wird über die Freisetzung von Interleukin-2 und Interferon-gamma ermittelt. Damit werden sowohl Gedächtnis- als auch Effektorzellen im Read-Out berücksichtigt.
 
Wie bei allen zellulären Funktionstests, ist auch beim ITT-Spike die Präanalytik mit einem 24-Stunden Zeitfenster nach Blutentnahme zu beachten. Der Test ist ausschließlich als Privat- oder Selbstzahlerleistung anforderbar. Die Kosten liegen für Selbstzahler bei 76,95 Eur0.

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Anaphylaxie-Risiko bei mRNA-Impfstoffen: Was tun?

Aktuell wird den mRNA-Impfstoffen (BioNTech/Pfizer und Moderna) eine gute Verträglichkeit attestiert. Nachrichten über anaphylaktische Reaktionen auf die beiden Impfstoffe sind selten, dennoch gibt es sie. Das liegt nach heutigen Erkenntnissen hauptsächlich am Zusatzstoff PEG (Polyethylenglycol). Schwere allergische Reaktionen auf einen oder mehrere Inhaltsstoffe des Impfstoffes sind daher ein Impf-Ausschlusskriterium.
 
Wie gut, dass Lab4more eine spezielle Allergiediagnostik zur Reaktion gegenüber PEG bereithält. Benötigt wird dazu ein EDTA-Röhrchen.

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Neuer Antikörpertest zur Impftiterkontrolle

Für die Kontrolle des Impferfolges ist ein neuer IgG-Antikörperassay verfügbar, der im Gegensatz zu den bisherigen qualitativen Tests quantitative Ergebnisse liefert. Zudem erfasst der Test speziell IgG-Antikörper gegen das Spike-Protein des Virus. Dieses Protein ermöglicht dem Virus in die Zelle einzutreten und ist daher auch das Immunisierungstarget der Impfungen. Die meisten bisherigen Antikörpertests erfassen nur IgG-Antikörper gegen das Nucleocapsidprotein des Virus.
 
Der neue quantitative IgG-Spike-Test ist ab sofort bei Lab4more anforderbar (vgl. Anforderungsbogen I: IgG SARS-CoV-2 quantitativ).

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Allergische Reaktion auf Corona-Impfstoff im Labor testen

Nach bisherigen Erfahrungen wird der RNA-Impfstoff von Biontech gut vertragen. Die Rate an allergischen Reaktionen liegt deutlich unter der konventioneller Impfstoffe. Dies liegt sicher auch daran, dass in RNA-Impfstoffen weitaus weniger Zusatzstoffe (Impfverstärker, Immunbooster, Stabilisatoren und Konservierungsmittel) enthalten sind als in den gängigen Impfstoffen. In einer sehr geringen Anzahl an Fällen wurde von allergischen Sofortreaktionen nach Impfung mit dem Biontech Impfstoff berichtet.
 
Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ist dafür der darin enthaltene Zusatzstoff Polyethylenglygol (PEG) verantwortlich. PEG ist ein pharmazeutischer Hilfsstoff, der ubiquitär in vielen Medikamenten und Kosmetikprodukten Verwendung findet, z. B. auch in Salben, Sonnencremes oder Zahnpasta. PEG kann bei hochempfindlichen Personen allergische Reaktionen vom Soforttyp hervorrufen, dies ist lange bekannt. Diese Reaktionen sind im medizinischen Labor über einen Flow-Cast-Test mit PEG erkennbar. Allergiker oder verunsicherte Patienten können sich daher vor einer Impfung auf PEG-Unverträglichkeit testen lassen.
 
Der Test ist unter dem Stichwort Flow Cast PEG bei Lab4more anforderbar. Es wird dazu EDTA-Blut benötigt, das nicht älter als 24 Stunden ist.

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Neue diagnostische Optionen: Antikörper Blot und ITT-Corona

In der Allgemeinpresse werden diese Tage die neuen Antigentests aus Abstrichen thematisiert, die als Erregernachweis in der schnellen Akut- und Notfalldiagnostik vor Ort in der Praxis Ihren Stellenwert haben sollen. Aber auch das labordiagnostische Spektrum für die SARS-CoV-2 Immunantwort wurde nun um zwei interessante Tests erweitert, die nicht für die Akutphase der Erkrankung, sondern gerade für die Fragestellung einer überstandenen Infektion und bestehenden Immunität gegenüber SARS-CoV-2 hochinteressant sind.
 
Zum einen handelt es sich um einen Corona-Blot, mit dem IgG-Antikörper im Serum sowohl gegen weitverbreitete saisonale Coronaviren als auch hochspezifisch gegenüber verschiedenen Antigenen von SARS-CoV-2 differenziert werden können. Der Blot hat damit einen klaren Spezifitäts- und Sensitivitätsvorteil gegenüber den bisherigen Antikörpersuchtests für die Fragestellung einer zurückliegenden Infektion und bestehenden Immunantwort.
 
Der zweite neue Test (ITT-Corona) ermöglicht den Nachweis und die Differenzierung spezifischer T-Zellen gegenüber SARS-CoV-2 und saisonalen Coronaviren aus Heparinblut und ergänzt damit ideal den IgG-Blot. Wie sich gezeigt hat, treten gerade bei asymptomatisch infizierten Personen kaum Antikörper auf bzw. sind schon nach kurzer Zeit nicht mehr nachweisbar, die zelluläre Immunantwort dagegen ist ausgeprägt vorhanden und kann als diagnostischer Marker verwendet werden. Bei der bei uns im Labor eingesetzten Testvariante werden sowohl Nukleocapsid- als auch Spike Vollantigene des neuen Virus eingesetzt und damit ein breites T-Zell Repertoire, unabhängig vom HLA-Typ, erfasst.
 
Die T-Zell-Antwort wird dann über die Freisetzung von Interleukin-2 und Interferon-gamma ermittelt, damit werden sowohl Gedächtnis- als auch Effektorzellen im Read-Out berücksichtigt. Wie bei allen zellulären Funktionstests ist auch beim ITT-Corona die Präanalytik mit einem 24 h Zeitfenster nach Blutentnahme zu beachten.
 
Bei der Fragestellung überstandene Infektion bzw. bestehende spezifische Immunantwort gegenüber SARS-CoV-2 wird mit der Kombination des SARS-CoV-2 IgG-Blots mit dem ITT-Corona die derzeit beste Aussage erreicht, sowohl humorale als auch zelluläre Immunantwort werden hochspezifisch erfasst. Beide Tests sind ausschließlich als Privat- oder Selbstzahlerleistung anforderbar. Die Kosten liegen für Selbstzahler bei 46,63 Euro (Blot) bzw. 143,40 Euro (ITT).