Vortrag
Vitamin K – weit mehr als nur Gerinnung: Aspekte für die orthomolekulare Medizin
Referent: Dr. med. Dipl. Biol. Bernd Löffler, IMM Berlin
Ort: München, Bavariahaus

Vitamin K ist in der Vitamin-Forschung vielleicht der letzte „Hype“. Dem heutigen Wissenstand nach steuern die K-Vitamine nicht nur die Koagulation, sondern auch die Expression von mindestens 15 Proteinen. Sie werden in zwei Subgruppen unterteilt Vitamin K1 (Phylloquinon), das „Pflanzen“ Vitamin K und Vitamin K2 (Menaquinon), das „Bakterien“ Vitamin K. Besonders das Interesse an K2 hat in den letzten Jahren zugenommen, vor allem weil K2 heute wichtige Funktionen in der Entstehung (Mangel) oder Vermeidung (ausreichende Versorgung des Menschen) von chronischen Erkrankungen zuerkannt werden. Dabei ist die K2-Gruppe eine Substanzgruppe und keine einzelne Verbindung, zu der ca. 100 verschiedene Substanzen gehören. Dies macht es, wie z.B. auch bei den Carotinoiden oder der Vitamin E Gruppe schwierig, bestimmte Funktionalitäten eindeutig zuzuweisen. Zu den Stoffwechsel Funktionen/Dysfunktionen, an denen K1/2 beteiligt sind gehören: Der Knochen-stoffwechsel (Osteoporose), der kardiovaskuläre Stoffwechsel (Herzinfarkt, Arteriosklerose), der Hirnstoffwechsel, Krebs, allgemein die Regulation des Calcium Stoffwechsels. In diesem Vortrag sollen die Grundzüge des Vitamin K-Systems und seiner potentiellen Bedeutung summarisch beleuchtet werden und der Zusammenhang zwischen Vitamin K und D, der immer wieder als ein Junktim proklamiert wird, diskutiert werden.

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